Frühestens zum 1. April 2027 sind im Rahmen des DFG-Graduiertenkollegs „Practicing Place. Soziokulturelle Praktiken und epistemische Konfigurationen“ 10 Teilzeitstellen (75%) als
Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Doktorand) (m/w/d)
befristet bis voraussichtlich 31. März 2030 zu besetzen. Dienstort ist Eichstätt. Die Bezahlung erfolgt im Rahmen des privatrechtlichen Arbeitsverhältnisses bei gegebenen tariflichen Voraussetzungen nach Entgeltgruppe 13 TV-L.
Das Kolleg widmet sich der interdisziplinären Reflexion der Konzepte Ort und Verortung vor dem Hintergrund neuer geopolitischer Konfrontationen, ökologischer Herausforderungen und sich zuspitzender gesellschaftlicher Polarisierungen. Das Forschungsprogramm des Kollegs konzentriert sich auf Orte und Verortungsprozesse als zentrale Figurationen von Konflikt unter den folgenden Aspekten: (1) Verortungen (placings) des Politischen und ortsbezogene Konzeptionen des Öffentlichen; (2) die Koproduktion umkämpfter Orte und Verortungen durch Menschen und nicht-menschliche Entitäten; und (3) konfliktive Imaginationen von Orten im Kontext von Post- und Decoloniality, Geo- und Ecopoetics. Die innovative interdisziplinäre Zusammensetzung des Kollegs vereint Praxissoziologie, Philosophie, Humangeographie, Literatur- und Kulturwissenschaften.
Die Ausschreibung ist grundsätzlich für alle Fachrichtungen offen, die einen substanziellen Beitrag zur übergeordneten interdisziplinären Fragestellung des Kollegs leisten können, in dessen Faculty zurzeit folgende Fächer vertreten sind: Amerikanistik, Geografie, Philosophie, Romanistik und Soziologie.
Voraussetzungen und Qualifikationen
Das Kolleg ist als strukturierte Graduiertenausbildung für deutsche und internationale Graduierte konzipiert, die sich in einem kompetitiven Auswahlverfahren durch ihr fachliches Profil und ein herausragendes, interdisziplinär anschlussfähiges und im zeitlichen Rahmen der Förderung realisierbares Forschungskonzept auszeichnen. Voraussetzung für die Bewerbung ist ein überdurchschnittlicher wissenschaftlicher Abschluss, der zur Promotion berechtigt.
Die ausgewählten wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden jeweils ein eigenes, selbst gewähltes Dissertationsprojekt im Rahmen der Fragestellungen des Kollegs verfolgen. Von den Kollegiatinnen und Kollegiaten wird erwartet, dass sie am Forschungs-, Promotions- und Qualifizierungsprogramm des Kollegs regelmäßig aktiv teilnehmen und auch zum interdisziplinären Austausch und gelebten Miteinander im Kolleg beitragen.
Über die fachwissenschaftliche Qualifikation hinaus verlangt die Mitarbeit im Kolleg die Fähigkeit zu Selbstmotivation, Offenheit für interdisziplinäres Arbeiten sowie hohe kommunikative Kompetenz und Teamfähigkeit. Darüber hinaus werden sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift vorausgesetzt.
Unser Angebot
Im Rahmen des Graduiertenkollegs bieten wir exzellente Rahmenbedingungen für junge Graduierte/Forschende, die am Beginn ihrer wissenschaftlichen Karriere stehen. Hierzu zählen
- ein attraktives universitäres Forschungsumfeld mit einem optimalen persönlichen Betreuungsverhältnis, Zugang zu einer hervorragenden Forschungsinfrastruktur und einer breiten Palette an Unterstützungsmöglichkeiten
- ein auf die Bedarfe von Promovierenden individuell zugeschnittenes und zukunftsorientiertes promotionsbegleitendes Ausbildungs- und Qualifikationskonzept
- Möglichkeiten zur weiteren wissenschaftlichen Karriereplanung und -entwicklung
- Externships und Auslandaufenthalte zum Auf- und Ausbau fach- und transdisziplinärer Vernetzungen auf internationaler Ebene
- Fürsorge- und Sozialleistungen des öffentlichen Dienstes
Weitere Informationen über das Kolleg, seine Forschung und sein Ausbildungskonzept finden Sie hier: https://www.practicing.place/